Facebook hat ohne Frage viele Vorteile: Wir können uns in kürzester Zeit mit Menschen im näheren Umfeld oder gar auf der ganzen Welt austauschen, wir können am Leben anderer Teil haben, unser eigenes in einer Chronik – wie in einem öffentlichen Fotoalbum – darstellen und schnell auf viele Informationen zugreifen, darüber ein Netzwerk aufbauen, welches sich beruflich, zur Weiterbildung oder für unsere Hobbys sowie Passionen nutzen lässt.
Eigentlich eine schöne Sache, könnte man meinen. Jedoch nur, wenn wir es in Maßen genießen. Denn unsere Social-Media-Nutzung wirkt sich auf unser seelisches Wohlbefinden aus. Und leider nicht zu unserem Vorteil, da eben jenes durch soziale Medien gestört wird (Sabatini & Sarracino, 2017). Zwar lassen sich positive emotionale Effekte bis zu zehn Minuten nach einem Post messen (Bayer et al., 2016), allerdings stehen diese kurzfristigen Phänomene ungünstigen lang- und mittelfristigen Auswirkungen gegenüber. Menschen, die Facebook sehr oft nutzen, glauben zum Beispiel häufiger, dass andere glücklicher sind und ein besseres Leben führen, als sie selbst (Chou & Edge, 2012). Außerdem kann eine hochfrequente Nutzung sozialer Medien dazu führen, dass wir uns stärker sozial isoliert fühlen (Primack et al., 2017) und zu Schlafproblemen beitragen (Levenson et al., 2016). Das bedeutet nicht zwangsläufig, sich krampfhaft aus der Facebook-Community auszuklinken. Ein bewusster Umgang mit der Plattform ist eher der Schlüssel zu seelischer Balance.

Wenn Sie möchten, fragen Sie sich doch selbst einmal:

  • Was macht Facebook für mich so interessant?
  • Welche Bedürfnisse erfüllt es für mich?
  • Wie kann ich diese Bedürfnisse gezielt abdecken, ohne dabei mehrmals am Tag oder für mehrere Stunden auf Facebook aktiv zu sein?

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